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Heidenheim. Die Stadtwerke Heidenheim AG – Unternehmensgruppe (Stadtwerke AG) konnte im Geschäftsjahr 2022 mit den wesentlichen Geschäftszweigen Energie- und Trinkwasserversorgung, Erneuerbare Energien, Immobilienwirtschaft und Dienstleistungen wieder ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaften.

Die Gestaltung einer dezentralen, zuverlässigen und umweltgerechten Energieversorgung für ihre Kund*innen steht schon seit vielen Jahren im Zentrum der Unternehmenspolitik der Stadtwerke AG.

Somit investierte das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2022 weiterhin konsequent in Projekte zur Erzeugung regenerativer Energien und in den Aufbau von Wohn- sowie Gewerbeflächen und baute seinen erfolgreichen bundesweiten Energievertrieb und seine Dienstleistungsangebote weiter aus.

In 2022 erwarb die Stadtwerke AG den Windpark Großrössen II mit zwei Windenergieanlagen in Brandenburg. Die zwei erworbenen Windenergieanlagen vom Typ ENERCON E-138 EP3 E1 mit einer Nabenhöhe von 131 Metern, einem Rotordurchmesser von 138 Metern und einer Nennleistung von je 3.500 Kilowatt (kW) speisen jährlich etwa 20 Mio. kWh CO2-freie elektrische Energie ins Stromnetz ein. Diese regenerativ erzeugte Energiemenge deckt den jährlichen Strombedarf von etwa 6.000 Haushalten und entspricht zugleich einer Einsparung von rund 20.800 Tonnen CO2 im Jahr im Vergleich zur Energieerzeugung in einem konventionellen Kraftwerk.

Darüber hinaus konnte ebenfalls der Windpark Niederzier in Nordrhein-Westfalen erworben werden. Der Windpark Niederzier besteht aus drei Windenergieanlagen vom Typ GE 2.75-120 mit einer Nabenhöhe von 139 Metern, einem Rotordurchmesser von 120 Metern und einer Nennleistung von je 2.750 kW. Die drei Windenergieanlagen speisen jährlich etwa 22 Mio. kWh CO2-freie elektrische Energie ins Stromnetz ein. Diese regenerativ erzeugte Energiemenge deckt den jährlichen Strombedarf von etwa 7.300 Haushalten und entspricht zugleich einer Einsparung von 22.900 Tonnen CO2 im Jahr im Vergleich zur Energieerzeugung in einem konventionellen Kraftwerk.

Wie bereits in den Geschäftsjahren zuvor räumt die Stadtwerke AG anderen Stadtwerken Beteiligungsmöglichkeiten an Erneuerbare-Energie-Projekten ein. Das flexibel agierende Netzwerk besteht mittlerweile aus rund 40 Partnern, um weitere Investitionen in regenerative Energien zu realisieren.

Das gesamte Erzeugungsportfolio für regenerative Energien der Stadtwerke AG (EE-Anlagen, an denen die Stadtwerke AG mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist) umfasste 2022 eine Leistung von rund 213.000 kW woraus rund 445 Mio. kWh umweltfreundlicher Strom pro Jahr erzeugt werden können. (Zum Vergleich: der gesamte Stromabsatz innerhalb des Netzgebietes der Stadtwerke AG lag im Jahr 2022 bei rund 193 Mio. kWh Strom.)

„Damit können rund 148.000 Durchschnitthaushalte, bei einem jährlichen Stromverbrauch von 3.000 kWh, mit „grünem“ Strom versorgt werden. Die CO2-Ersparnis im Vergleich zur Stromerzeugung in einem Braunkohlekraftwerk beträgt rund 462.000 Tonnen pro Jahr“, erläutert Stadtwerke AG – Vorstand Dieter Brünner.

Im Geschäftsjahr 2022 konnte im Bereich des Geschäftsfelds Immobilienwirtschaft u. a. das Projekt Brenzpark Quartier weiter fortentwickelt werden. Auf dem ehemaligen Schlachthofareal in Heidenheim plant und entwickelt die Stadtwerke AG mit dem Brenzpark Quartier ein Konzept zum generationenübergreifenden Wohnen und Arbeiten. Demnach entsteht auf dem über 9.000 m2 großen Grundstück ein modernes Neubauquartier mit einer Wohnfläche von rund 7.000 m2 und mit Gewerbeflächen von rund 6.000 m2, verteilt auf sechs Gebäuden, entstehen. Von diesen rund 100 Wohnungen zur privaten Nutzung, werden etwa 20 Prozent für bezahlbaren Wohnraum ausgebildet. Alle Wohnungen profitieren vom Angebot von Betreutem Wohnen bis zum pflegenahen Service-Wohnen. Die Dienstleistung hierfür erbringt ein auf dem Brenzpark Quartier ansässiges Pflegeheim mit Seniorentagespflege. Zudem entstehen Arztpraxen sowie Büro- und Gewerbeflächen (u. a. für Gastronomie). Gleichzeitig werden durch den Bau von etwa 160 KfZ-Stellplätzen und 273 Fahrradstellplätzen ausreichend Parkmöglichkeiten geschaffen.

Im Bereich Hotelbetrieb und Gastronomie hat die Stadtwerke AG im Geschäftsjahr 2022 in die Modernisierung und Attraktivierung des Schlossrestaurants sowie der Lounge Bar im Schlosshotel Hellenstein investiert.

Zu dem Investitionsbudget im Rahmen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien sowie des Geschäftsfelds Immobilienwirtschaft hinzu kommen die regelmäßigen Investitionen für den energiewirtschaftlichen Netzausbau und die Instandhaltung der Strom-, Gas-, Trinkwasser- und Wärmenetze, für das HellensteinBad aquarena, den Hotelbetrieb und die Parkierungsanlagen.

Insgesamt investierte die Stadtwerke AG im Geschäftsjahr 2022 bei einem konsolidierten Konzernumsatz von rund 540 Mio. EUR rund 21 Mio. EUR in die Zukunft der Unternehmensgruppe.

Der Jahresüberschuss des Konzerns lag nach Verlustübernahme der defizitären Betriebe Bäder, Verkehr (Parkierung) und coronabedingt auch die Hotelbetriebe bei rund 32 Mio. EUR. Insgesamt rund 25 Mio. EUR konnten in die Rücklagen eingestellt werden.

Der Bilanzgewinn der Stadtwerke Heidenheim AG, die als Konzernholding fungiert, wurde ähnlich wie im Vorjahr mit rund 3,3 Mio. EUR nach Steuern und nach Ausgleich des Abmangels aus dem Betrieb des im öffentlichen Interesse befindlichen HellensteinBad aquarena festgestellt und so wie in den Vorjahren im Wesentlichen als Dividende an die Stadt Heidenheim als alleinige Aktionärin ausgeschüttet.

Ferner konnten die Konzessionsabgaben mit insgesamt rund 2,8 Mio. EUR in voller Höhe erwirtschaftet und an die Konzessionskommunen der Stadtwerke Heidenheim AG ausbezahlt werden.

„Somit profitieren die Stadt Heidenheim und die Region und damit die Menschen aus unserer Heimat ein weiteres Jahr, von der stabilen Ertragslage der bundesweit aktiven Stadtwerke AG“, freut sich Vorstand Dieter Brünner.

 

Absatzentwicklung wesentlicher Sparten der Stadtwerke Heidenheim AG – Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2022

Insgesamt wurden deutschlandweit 2.185,1 Mio. kWh Strom abgesetzt. Der Stromtransport im eigenen Netzgebiet in Heidenheim lag zum Vergleich bei etwa 192,7 Mio. kWh.

Es wurden bundesweit 2.490,5 Mio. kWh Gas abgesetzt. Zum Vergleich, über die eigenen Gasnetze wurden insgesamt 819,2 Mio. kWh Gas transportiert.

Jährliche Schwankungen in der Strom- und Gasabgabe des Konzerns sind im Wesentlichen durch Absatzveränderungen im Energiehandel bedingt. Die niedrigere Gasabgabe ist im Wesentlichen auf die gegenüber dem Vorjahr wärmere Witterung sowie Sparmaßnahmen bei den Kunden zurückzuführen. Im Jahr 2022 wurden 19 Stadtwerke bzw. Energieversorger mit (Teil-)Energielieferungsverträgen von Heidenheim aus bedient.

Der Wärmeabsatz in der Fern- und Nahwärmeversorgung inklusive den bundesweiten Wärmecontracting-Lösungen betrug witterungsbeding sowie aufgrund von Sparmaßnahmen 64,1 Mio. kWh.

Die Abgabe an Trinkwasser im eigenen Netz lag bei 3,6 Mio. Kubikmeter. Der Heidenheimer Bedarf konnte im Wesentlichen durch die Wasserförderung aus eigenen Quellen in eigenen Trinkwasserwerken gedeckt werden.

Die Umsatzerlöse der Stadtwerke AG lagen im Geschäftsjahr 2022 inklusive der abzuführenden Energiesteuern bei rund 540 Mio. EUR, womit die Stadtwerke AG zu einem der umsatzstärksten Unternehmen in der Region zählt. Etwa 81 Prozent der Umsatzerlöse der Stadtwerke AG stammen von Kunden aus dem Bundesgebiet außerhalb der Stadt Heidenheim und der Region.

Die Stadtwerke AG baut ihre verschiedenen Geschäftsfelder bundesweit nachhaltig aus. Auf diese Weise hat sich das Unternehmen zu weit mehr als einem lokalen Lieferanten für Energie und Wasser entwickelt.

„Mit unseren wesentlichen Geschäftsfeldern internationaler Energiehandel, bundesweiter Energievertrieb, Dienstleistungen für Energieversorger, Ausbau Erneuerbarer Energien, Immobilien und Hotelbetrieb setzen wir weiterhin auf Wachstum und investieren in die erfolgreiche Zukunft unserer Unternehmensgruppe“, fasst Vorstand Dieter Brünner zusammen.

Ansprechpartner

Viktoria Liske - Presse
Viktoria Liske

Tel.: 07321.328-366
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