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Heidenheim. Die Stadtwerke Heidenheim AG – Unternehmensgruppe (Stadtwerke AG) konnte im Geschäftsjahr 2025 mit den wesentlichen Geschäftszweigen Energie- und Trinkwasserversorgung, Erneuerbare Energien, Immobilienwirtschaft und Dienstleistungen wieder ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaften. 

Die Gestaltung einer dezentralen und zuverlässigen Energieversorgung für ihre Kundinnen und Kunden steht schon seit vielen Jahren im Zentrum der Unternehmenspolitik der Stadtwerke AG. 

Somit investierte das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2025 weiterhin konsequent in Projekte zur Erzeugung regenerativer Energien und in den Aufbau von Wohn- sowie Gewerbeflächen und baute seinen erfolgreichen bundesweiten Energievertrieb und seine Dienstleistungsangebote weiter aus. 

Im August 2025 erwarb die Stadtwerke AG den im Bau befindlichen Solarpark Truppacherhof im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz mit einer Gesamtleistung von rund 10.848 kW. Die Inbetriebnahme erfolgte im Dezember 2025. Der Solarpark besteht aus insgesamt rund 17.500 Modulen und speist etwa 12,3 Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr ins Netz ein. Diese regenerativ erzeugte Energiemenge deckt den jährlichen Strombedarf von etwa 4.100 Haushalten. Gegenüber der Stromerzeugung in konventionellen Braunkohlekraftwerken können rechnerisch rund 13.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden.

Darüber hinaus hat die Stadtwerke AG im September 2025 rückwirkend zum 30.06.2025 den Windpark Herrscheid in Nordrhein-Westfalen erworben. Der Windpark Herrscheid liegt in Lennestadt / Eslohe, in den Landkreisen Olpe & Eslohe im Sauerland und besteht aus vier Windenergieanlagen vom Typ GE 5.5-158 mit einer Nabenhöhe von 161 Metern, einem Rotordurchmesser von 158 Metern und einer Nennleistung von je 5.500 Kilowatt (kW). Die Inbetriebnahme der vier Windenergieanlagen erfolgte zwischen Dezember 2024 und Februar 2025. Die vier Windenergieanlagen speisen jährlich über 57 Mio. Kilowattstunden (kWh) elektrische Energie ins Stromnetz ein. Diese regenerativ erzeugte Energiemenge deckt den jährlichen Strombedarf von etwa 19.000 Haushalten. Gegenüber der Stromerzeugung in konventionellen Braunkohlekraftwerken können rechnerisch rund 59.300 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden.

Wie bereits in den Geschäftsjahren zuvor räumt die Stadtwerke AG anderen Stadtwerken Beteiligungsmöglichkeiten an Erneuerbare-Energie-Projekten ein. Das flexibel agierende Netzwerk besteht mittlerweile aus rund 40 Partnern, um weitere Investitionen in regenerative Energien zu realisieren. 

Das gesamte Erzeugungsportfolio für regenerative Energien der Stadtwerke AG (EE-Anlagen, an denen die Stadtwerke AG mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist) umfasste 2025 eine Leistung von rund 261.000 kW, woraus rund 527 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugt werden können (zum Vergleich: der gesamte Stromabsatz innerhalb des Netzgebietes der Stadtwerke AG lag im Jahr 2025 bei rund 179 Mio. kWh Strom).

„Damit können rund 175.700 Durchschnittshaushalte, bei einem jährlichen Stromverbrauch von 3.000 kWh, mit regenerativ erzeugtem Strom versorgt werden. Gegenüber der Stromerzeugung in konventionellen Braunkohlekraftwerken können rechnerisch rund 547.500 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr vermieden werden.“, erläutert Stadtwerke AG – Vorstandsvorsitzender Dieter Brünner. 

Im Geschäftsjahr 2025 konnte im Bereich des Geschäftsfelds Immobilienwirtschaft u. a. das Projekt Brenzpark Quartier weiter fortentwickelt werden. Auf dem ehemaligen Schlachthofareal in Heidenheim baut die Stadtwerke AG mit dem Brenzpark Quartier eine Quartierslösung zum generationenübergreifenden Wohnen und Arbeiten. Demnach entsteht auf dem über 9.200 m2 großen Grundstück ein lebendiges Neubauquartier mit einer Wohnfläche von über 9.150 m2 und mit Gewerbeflächen von rund 3.450 m2, verteilt auf sechs Gebäude. Von den entstehenden 106 unterschiedlich großen, barrierearmen und barrierefreien Wohnungen für Familien, Singles, Jung und Alt, werden ca. 20 Prozent für mietpreisgebundenen Wohnraum ausgebildet. Alle Wohnungen verfügen über einen zeitgemäßen Energiestandard, Klimatisierung sowie Zugang zu Grünflächen bzw. Gartenabteilen. Ergänzend besteht bei Bedarf die Möglichkeit, Leistungen von Betreutem Wohnen bis hin zu pflegenahen Serviceangeboten in Anspruch zu nehmen. Diese werden durch das im Brenzpark Quartier ansässige Pflegeheim mit Seniorentagespflege erbracht. Zudem entstehen moderne Arztpraxen sowie hochwertige Büro- und Einzelhandelsflächen. Ein grüner Innenhof mit Quartiersplatz, Kinderspielplatz und einem Café/Bistro runden das Neubauquartier ab. Gleichzeitig werden durch den Bau von über 150 KfZ-Stellplätzen und rund 300 Fahrradstellplätzen ausreichend Parkmöglichkeiten geschaffen.

Im September 2024 haben die Bauarbeiten für den ersten von insgesamt zwei Bauabschnitten begonnen. Dabei sind im Rahmen des ersten, nördlichen Bauabschnitts zwei Gebäude – ein Gebäude bestehend aus zwei Baukörpern mit Pflegeheim, Wohnen und Arztpraxen sowie ein zweites Gebäude mit Wohnungen entstanden. Die Bauarbeiten für den zweiten, südlichen Bauabschnitt haben im September 2025 begonnen. Die vollständige Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Ende 2026 geplant. Der Abschluss des gesamten Bauprojekts soll bis spätestens Anfang 2028 erfolgen.

Zudem errichtet die Stadtwerke AG in Kooperation mit der Essinger Wohnbau GmbH und dem 1. FC Heidenheim 1846 e. V. (FCH) ein Fußball-Internat sowie Büroflächen und Boarding Apartments auf dem Schlosspark Areal. Im Rahmen der Kooperation der drei Partner tritt die Essinger Wohnbau als Bauträger auf. Die Stadtwerke AG als Investor erwarb das gesamte entstehende Gebäude inklusive Grundstücksfläche von der Essinger Wohnbau und wird nach Fertigstellung den Betrieb der Boarding Apartments übernehmen. Der FCH wiederum wird das gesamte Erdgeschoss, sowie das erste Obergeschoss von der Stadtwerke AG mieten und diese Flächen künftig für Büroeinheiten sowie ein Fußball-Internat des HARTMANN NachwuchsLeistungsZentrums nutzen. Auf diese Weise entsteht ein innovatives und vielseitiges Nutzungskonzept. Das auf einer Grundstückfläche von 1.873 m2 entstehende Gebäude wird insgesamt vier Geschosse und ein Kellergeschoss umfassen. Das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschoss werden speziell auf die Bedürfnisse des FCH zugeschnitten. Im Erdgeschoss entstehen dabei moderne Büroflächen auf 398 m2, die Platz für insgesamt 24 Arbeitsplätze, einen Besprechungsraum und eine angenehme Arbeitsatmosphäre bieten. Im ersten Obergeschoss wird ein innovatives Fußball-Internat für junge Talente des FCH realisiert. Auf 433 m2 vermieteter Fläche entstehen 14 Spielerapartments und ein Betreuerapartment. Die zweite und dritte Etage des Gebäudes sind für 30 Boarding Apartments der Stadtwerke AG mit einer Wohnfläche von insgesamt rund 720 m2 vorgesehen. Der Spatenstich erfolgte im ersten Quartal 2025. Der Rohbau einschließlich Fassade und Dachflächen wurde zwischenzeitlich abgeschlossen. Die Fertigstellung des Bauprojekts ist bis Ende 2026 vorgesehen.

Die Wohnbau Waldhorn GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke AG, die 135 Wohneinheiten zur kurzfristigen Vermietung, unter anderem an Studenten und Geschäftsreisende, betreibt, erzielte im Jahresmittel eine sehr gute Auslastung ihrer in Heidenheim betriebenen Apartments von 94 Prozent.

Darüber hinaus betreibt die Schlosshotel Hellenstein GmbH, ebenfalls ein Tochterunternehmen der Stadtwerke AG, seit dem 01.01.2025 auch das Hotel Wildbad Rothenburg o.d.T., das von der Stadtwerke Rothenburg o.d.T. GmbH gepachtet wurde. Das Hotel verfügt über 57 modern ausgestattete Zimmer sowie über umfangreiche Tagungs- und Veranstaltungsräumlichkeiten.

Zu dem Investitionsbudget im Rahmen des Ausbaus der Erneuerbare Energien sowie des Geschäftsfelds Immobilienwirtschaft hinzu kommen die regelmäßigen Investitionen für individuelle Wärmecontracting-Lösungen, für den energiewirtschaftlichen Netzausbau und die Instandhaltung der Strom-, Gas-, Trinkwasser- und Wärmenetze, für das HellensteinBad aquarena, die Hotelbetriebe und die Parkierungsanlagen.

Insgesamt investierte die Stadtwerke AG im Geschäftsjahr 2025 bei einem konsolidierten Konzernumsatz von rund 700 Mio. EUR rund 70 Mio. EUR in die Zukunft der Unternehmensgruppe.

Der Jahresüberschuss des Konzerns lag nach Verlustübernahme der defizitären Betriebe Bäder, Verkehr (Parkierung) bei rund 48 Mio. EUR. Insgesamt rund 47 Mio. EUR konnten in die Rücklagen eingestellt werden. 

Aus dem Bilanzgewinn der Stadtwerke Heidenheim AG, die als Konzernholding fungiert, werden rund 3,76 Mio. EUR vor Steuern als Dividende an die alleinige Aktionärin, die Stadt Heidenheim, ausgeschüttet.

Ferner konnten die Konzessionsabgaben mit insgesamt rund 2,7 Mio. EUR in voller Höhe erwirtschaftet und an die Konzessionskommunen der Stadtwerke Heidenheim AG ausbezahlt werden. 

„Somit profitieren die Stadt Heidenheim und die Region und damit die Menschen aus unserer Heimat ein weiteres Jahr von der stabilen Ertragslage der bundesweit aktiven Stadtwerke AG“, freut sich Vorstandsvorsitzender Dieter Brünner.

 

Absatzentwicklung wesentlicher Sparten der Stadtwerke Heidenheim AG – Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2025

Insgesamt wurden deutschlandweit 3.128,7 Mio. kWh Strom abgesetzt. Der Stromtransport im eigenen Netzgebiet in Heidenheim lag zum Vergleich bei rund 178,9 Mio. kWh.

Es wurden bundesweit 4.355,1 Mio. kWh Gas abgesetzt. Zum Vergleich, über die eigenen Gasnetze wurden insgesamt 819,6 Mio. kWh Gas transportiert. 

Jährliche Schwankungen in der Strom- und Gasabgabe des Konzerns sind im Wesentlichen durch Absatzveränderungen im Energiehandel bedingt. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Strom- und Gasgroßhandelsabsätze gesteigert werden. Die gegenüber dem Vorjahr leicht niedrigeren Netzabsätze im Strom sind auf zunehmende Eigenerzeugung bei den Kunden zurückzuführen. Im Jahr 2025 wurden 20 Stadtwerke bzw. Energieversorger mit (Teil-)Energielieferungsverträgen von Heidenheim aus bedient. 

Der Wärmeabsatz in der Fern- und Nahwärmeversorgung, inklusive der bundesweiten Wärmecontracting-Lösungen, ist aufgrund der insgesamt kühleren Witterung mit 66,3 Mio. kWh leicht gestiegen. 

Die Abgabe an Trinkwasser im eigenen Netz lag bei 4,9 Mio. Kubikmeter. Der Heidenheimer Bedarf konnte im Wesentlichen durch die Wasserförderung aus eigenen Quellen in eigenen Trinkwasserwerken gedeckt werden. Zudem erfolgte auch im Kalenderjahr 2025 eine Wasserlieferung an den Zweckverband Landeswasserversorgung. 

Die Umsatzerlöse der Stadtwerke AG lagen im Geschäftsjahr 2025 inklusive der abzuführenden Energiesteuern bei rund 700 Mio. EUR, womit die Stadtwerke AG zu einem der umsatzstärksten Unternehmen in der Region zählt. Etwa 81 Prozent der Umsatzerlöse der Stadtwerke AG stammen von Kunden aus dem Bundesgebiet außerhalb der Stadt Heidenheim und der Region. Die Stadtwerke AG baut ihre verschiedenen Geschäftsfelder bundesweit langfristig und zukunftsorientiert aus. Auf diese Weise hat sich das Unternehmen zu weit mehr als einem lokalen Lieferanten für Energie und Wasser entwickelt.

„Mit unseren wesentlichen Geschäftsfeldern internationaler Energiehandel, bundesweiter Energievertrieb, Dienstleistungen für Energieversorger, Ausbau Erneuerbarer Energien, Immobilienwirtschaft und Hotelbetrieb setzen wir weiterhin auf Wachstum und investieren in die erfolgreiche Zukunft unserer Unternehmensgruppe“, fasst Vorstandsvorsitzender Dieter Brünner zusammen.